Projekte

Machen Sie sich ein Bild über unser Arbeitsspektrum, hier stellen wir Ihnen einige von uns betreute Projekte vor. Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung für Ihr Projekt? Wir freuen uns über Ihre Nachricht: kontakt(at)libertamed.de

Famulaturprogramm für die Rheumatologie

Zielsetzung des Famulaturprogramms ist es, die internistische Rheumatologie und insbesondere die niedergelassene Tätigkeit unter den Studierenden der Humanmedizin bekannter zu machen und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, das Fach durch eigene Tätigkeit kennenzulernen und sich dadurch für eine Weiterbildung in der Rheumatologie zu interessieren.

Die Libertamed GmbH hat im Auftrag des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen e.V. das Projektmanagement übernommen. Dazu zählen unter anderem die Koordination mit interessierten Praxen (Anmeldung, Information, Erstellen von Informationsmaterial, begleitenden Informationen) sowie der Erstellung einer Famulaturbörse für interessierte Studierende.

Zum Projekt: https://www.bdrh-service.de/famulaturprogramm/

Projektverantwortlich: Anna Sollacher

Genetisches Neugeborenen-Screening auf Cystinose und Spinale Muskelatrophie

Mit diesem Projekt soll die methodische Grundlage geschaffen werden, das bestehende Neugeborenen-Screening zu erweitern. Das Ziel ist, durch einen frühestmöglichen Therapiebeginn die sonst für die Erkrankung Cystinose charakteristische Nierenerkrankung zu vermeiden. Die Spinale Muskelatrophie (SMA) ist ebenfalls eine seltene Erkrankung, die jedoch deutlich häufiger ist als die sehr seltene Cystinose. Daher wurde diese Erkrankung als Kontrollerkrankung mit aufgenommen.

Im Rahmen des Modellprojektes konnten bisher fast 300.000 Neugeborene untersucht werden. Es wurden sowohl Kinder mit Cystinose als auch mit SMA identifiziert. Die Therapie konnte durch die frühe Diagnose daher sehr frühzeitig mit Erfolg eingeleitet werden. Das Projekt der Cystinose-Stiftung wurde bis Mitte 2019 mit zwei Screening-Laboren, seitdem noch mit einem Screening-Labor durchgeführt. Einsendern der teilnehmenden Labore, also z.B. Geburtskliniken, wird angeboten, dass ergänzend zum regulären Neugeborenenscreening zusätzlich eine Untersuchung auf Cystinose sowie SMA durchgeführt werden kann, sofern die Eltern zustimmen. Die Untersuchung erfolgt aus den Trockenblutkarten des regulären Neugeborenenscreenings. Das Screeningzentrum am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit evaluiert das Pilotprojekt bereits während der Laufzeit und abschließend nach Erreichen der vorgesehenen Zahl von 350.000 Proben.

Die Libertamed GmbH hatte im Auftrag der Cystinose Stiftung das Projektmanagement übernommen. Dazu zählen unter anderem die Projektsteuerung, das Finanzcontrolling sowie die Begleitung von Anträgen, Berichten und Publikationen.

Projektverantwortlich: Sonja Froschauer

GOAL ASV (Evaluationsprojekt des G-BA im Rahmen des Innovationsfonds zur Weiterentwicklung der ASV-Richtlinie)

Das Versorgungsforschungsprojekt GOAL ASV (Generelle, alle ASV-IndikatiOnen übergreifende EvALuation und Weiterentwicklung der ASV-RL (§ 116b SGB V)) ist ein weiteres, vom Innnovationsfonds gefördertes Projekt, welches bis Ende 2021 umgesetzt wird. Es hat zum Ziel, die Umsetzungspraxis der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) für alle Indikationen zu evaluieren. Teilziele des Evaluationskonzeptes beinhalten die Analyse des aktuellen Stands der ASV-Umsetzung, Identifizierung relevanter, beeinflussbarer Faktoren für die Teilnahmebereitschaft von Leistungserbringern an der ASV, Identifizierung von Zugangsbarrieren und relevanter, beeinflussbarer Faktoren für die praktische Umsetzung, Ermittlung der Auswirkungen der ASV auf die Patientenversorgung (Zusatznutzen im Vergleich zu Regelversorgung) und sodann Ableitung und Formulierung von Handlungsempfehlungen. Basierend auf den ermittelten Ergebnissen sollen Orientierungshilfen bzw. Lösungsansätze generiert und dem gemeinsamen Bundesausschuss vorgelegt werden.

Die Libertamed GmbH ist im Auftrag des Bundesverbands ASV e.V. für die Analysen des aktuellen Stands der ASV-Umsetzung verantwortlich. Im Rahmen einer Bestandsaufnahme wird der Status quo der ASV-Teilnahme ermittelt und die regionalen Unterschiede im Zugangsverfahren analysiert.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter: www.bv-asv.de/unsere-leistungen/goal-asv/

Projektverantwortlich: Laura Bredow

IMPACT (Improvement of Motoric Abilities in Patients with Cystinosis)

Cystinose ist eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung, bei der der Zustand der Muskulatur einen wichtigen Faktor für den Krankheitsverlauf darstellt. Regelmäßige Bewegung baut Muskulatur auf und kann die Lebenserwartung und Lebensqualität positiv beeinflussen. In der Studie IMPACT – Improvement of Motoric Abilities in Patients with Cystinosis – soll gezeigt werden ob ein regelmäßiges Training mit Vibrationsplatten die Muskelkraft bei Cystinose-Patienten steigert. So sollen schwerwiegende medizinische Interventionen langfristig vermieden und die Lebensqualität verbessert werden.

Die Libertamed GmbH hat im Auftrag der Cystinose Stiftung das Studienmanagement übernommen. Dazu zählen unter anderem die Projektsteuerung, Studienplanung, Finanzplanung, Antragsstellungen, sowie die Koordination der teilnehmenden Ärzte und Forschungseinrichtungen.

Projektverantwortlich: Theresia Muth

Kolon-Kapselendoskopie

Von August 2013 bis März 2017 führt die AOK Bayern – Die Gesundheitskasse mit den MVZs Hochfranken und Dorfen ein Modellvorhaben in der Darmkrebsfrüherkennung durch. Dabei konnten AOK-Versicherte zwischen der herkömmlichen Darmspiegelung und der Methode der Kapselendoskopie des Dickdarms, welche normalerweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, wählen. Bei der Kapselendoskopie schlucken die Patienten eine Kamera in Tablettengröße, welche durch den Magen-Darm-Trakt manövriert wird und den Dickdarm durch zahlreiche Bildaufnahmen sichtbar macht. Durch das Modellvorhaben konnte in den beiden Pilotregionen die Teilnahme an der Darmkrebsfrüherkennung deutlich gesteigert werden.

Für dieses Modellvorhaben wurde die Libertamed mit dem kompletten Management beauftragt. Dazu zählten die Organisation des Zahlungsverkehrs, die Entwicklung und Bereitstellung einer Software für die elektronische Dokumentation, die Qualitätssicherung der ärztlichen Leistungen, die Koordination der Zusammenarbeit innerhalb des Projektes, sowie die Organisation der Bereitstellung der Kolonkapseln in Zusammenarbeit mit dem Hersteller.

Projektverantwortlich: Sonja Froschauer, Anna Sollacher

PBC IT-Tool

Von 2019 bis 2020 hat die Libertamed GmbH unter der Schirmherrschaft des Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng) ein Dokumentationstool für die Behandlung von Patienten mit primärer biliärer Cholangitis (PBC) entwickelt und online bereitgestellt. Durch eine strukturierte Dokumentation der Indikation wurde die Entscheidungsgrundlage für den Therapiewechsel dokumentiert. Die schlanke Dokumentation von Verordnungen sollte Behandler zudem bei der Regress-Absicherung hinsichtlich der Verordnung zugelassener Therapien in relevanten Fällen unterstützen.

Die Libertamed GmbH hat die Entwicklung und Einführung, die Ausarbeitung der fachlichen Ansprüche an die Software, sowie die Koordination der Zusammenarbeit innerhalb des Projektes übernommen.

Projektverantwortlich: Anna Sollacher bis Oktober 2019, Theresia Muth ab Oktober 2019

PETRA (Personalisierte Therapie bei Rheumatoider Arthritis) 2.0

Das Projekt PETRA 2.0 (Personalisierte Therapie bei rheumatoider Arthritis) ist ein in Bayern gefördertes Versorgungsprojekt für Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA). Dabei haben Patienten mit RA die Möglichkeit, neben der bestehenden medikamentösen Therapie an einem gruppenbasierten Kompetenztraining teilzunehmen, um das gesundheitsfördernde Verhalten zu verbessern. Durch die Stärkung der eigenen Gesundheits- und Lebenskompetenz soll das Immunsystem und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Grundlage für das Versorgungsprojekt sind Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie (PNI), die den Einfluss psychischer Faktoren auf das Immunsystem und die körperliche Gesundheit belegen.

Die Libertamed GmbH stellt im Projekt PETRA 2.0 den Patientenlotsen, welcher für die Koordinierung der eingeschriebenen Patienten in die Kompetenztrainings verantwortlich ist, sowie den Praxisberater, welcher die Beratung der teilnehmenden Arztpraxen zu den Projektabläufen übernimmt.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter www.bdrh.de/versorgungsvertrage/petra.html

Projektverantwortliche: Laura Bredow und Dr. Sarah Wildenhain

RheMIT

Ende 2019 führt der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) über seine Tochtergesellschaft BDRh Service GmbH eine neue Dokumentationsplattform RheMIT ein. RheMIT löst die bisherige Dokumentationslösung ab und basiert auf der Software EMIL, die bereits bei einigen Rheumatologen im Einsatz ist. RheMIT ermöglicht die Dokumentation von Projekten, Verträgen und Studien innerhalb der Rheumatologie, sowie die Datenübermittlung im Rahmen der Versorgungsverträge des BDRh mit Krankenkassen und erfüllt die aktuellen Datenschutzrichtlinien.

Die Libertamed GmbH hat die Entwicklung und Einführung von RheMIT, die Projektsteuerung, die Ausarbeitung der fachlichen Ansprüche an die Software, sowie die Koordination der Zusammenarbeit innerhalb des Projektes und die Kommunikation der Umstellung auf RheMIT an die Rheumatologen übernommen.

Projektverantwortlich: Theresia Muth

RheumaOne

In der Rheumatologie gibt es viele Zusatzangebote, die zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Dazu gehören Sonderverträge, die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) sowie Innovationsfondsprojekte. Da die unterschiedlichen Prozesse und Strukturen in den einzelnen Verträgen zu einem hohen administrativen Aufwand in den Praxen führen wurden die Verträge der Techniker Krankenkasse (TK) mit dem Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh) zu Arzneimitteln und der besonderen Versorgung bei Rheuma zusammengeführt.

Durch diesen Zusammenschluss entsteht mit RheumaOne ein einheitlicher Vertrag mit einer einheitlichen Abrechnungsstelle.  Im Auftrag des BDRh betreut die Libertamed GmbH die Vertragsgestalten und die Umstellung auf RheumaOne. Die Libertamed GmbH hat hierbei die Projektsteuerung, die Koordination der Zusammenarbeit innerhalb des Projektes und die Kommunikation der an die Rheumatologen übernommen.

Projektverantwortlich: Theresia Muth

SAVE

Cystinose ist eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung, bei der die Patienten eine interdisziplinäre Betreuung durch viele Fachrichtungen benötigen. Um die klinischen Verlaufsdaten zu den Patienten in auswertbarer Form zu dokumentieren, wurde mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege die elektronische Fallakte SAVE entwickelt. SAVE verfügt über standardisierte Eingabemasken für die relevanten Fachgruppen bzw. Untersuchungen.

Die Libertamed hat im Auftrag der Cystinose Stiftung die Projektsteuerung sowie die Ausarbeitung der fachlichen Anforderungen auf Basis des Inputs der Ärzte und Therapeuten übernommen.

Projektverantwortlich: Sonja Froschauer, Anna Sollacher, Dr. Sarah Wildenhain 

 

VERhO (Versorgung von Menschen mit Rheuma optimieren)

VERhO ist ein bundesweites, durch den Innovationsfonds gefördertes Versorgungsprojekt.

Für Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA) ist eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten DMARDs (disease-modifying-anti-rheumatic drugs) in den meisten Fällen unerlässlich. Kleinere Studien haben jedoch bereits gezeigt, dass diese Medikamente oftmals erfolgreich abgesetzt (deeskaliert) werden können, sobald der Patient über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei ist. Um diese gezielte Deeskalation geht es in VERhO. Langfristig soll aus dem Projekt ein neues Behandlungsprogramm entwickelt werden und die gezielte Reduzierung bestimmter Medikamente bei RA in die Regelleistung übernommen werden.

An dem Projekt sind unter anderem die Techniker Krankenkasse und der Berufsverband der Rheumatologen (BDRh) beteiligt. Die Libertamed GmbH übernimmt für den BDRh die Managementaufgaben sowie die Gewinnung und Betreuung der Rheumatologen. Dies beinhaltet auch die Organisation der Dokumentation klinischer Daten über die Dokumentationssoftware RheumaDok bzw. RheMIT, die in die Evaluation einfließen.

Derzeit befindet sich VERhO in der Evaluationsphase.

Projektverantwortlich:  Anna Sollacher bis Oktober 2019, Dr. Sarah Wildenhain ab Oktober 2019